Zum Hauptinhalt springen

"Als Trainer bei den Herren weiterentwickeln"

Thomas Zollner mit Ende der Hinrunde Übungsleiter bei der II. Herren / "Variabilität ist wichtig"

Artikel vom 15. September 2026

Der Artikel wird präsentiert von:

    Neuhof. Ein bisschen hat er schon Respekt vor der anstehenden Aufgabe, der Thomas Zollner, wird er doch mit Abschluss der Hinrunde Trainer beim Kreisligateam von Blau-Weiß Neuhof. "Ich habe bislang in Neuhof nur im Jugendbereich als Trainer gearbeitet", sagt der 45-Jährige, "für die II. Herren verantwortlich zu sein, ist noch mal eine andere Nummer, aber ich nehme dies gerne als Herausforderung an." Für Zollner steht fest: "Ich möchte mich auch im Herrenbereich als Trainer weiterentwickeln."

    Dass der in Diekholzen wohnhafte Zollner "Trainer" kann, hat er schon bei den Blau-Weißen in allen Jahrgangsstufen im Kinder- und Jugendbereich, angefangen mit der U9, unter Beweis stellen können. Zuvor hatte er auch schon bei der SG Achtum-Einum-Bavenstedt (AEB) das Jugendtraining geleitet.

    Seine letzte Trainerstation am Klingenberg war die als A-Jugend-Coach, bevor er sich, wie er es ausdrückt, ein "Sabbatjahr" nahm - eine Auszeit, um mal "etwas Abstand zu gewinnen und sich eventuell neu zu orientieren". Interessierter Zuschauer bei Punktspielen der Jugend und auch der Herren blieb er als echte "Kirsche" auch in dieser Phase.

    Ein Auge auf "Auszeitler mit Trainerexpertise"

    Die Verantwortlichen im Fußballbereich der Blau-Weißen, allen voran Abteilungsleiter Tobias Grelka und auch Jugendtrainer Jens Grudzielanek, haben freilich immer ein Auge auf ebensolche "Auszeitler mit Trainerexpertise" - vor allem dann, wenn zum Ende der Hinrunde bei der II. Herren eine Vakanz auftreten wird: Noch-Trainer Timo Bauerschaper wird als Übungsleiter aufhören.

    So verwundert es keineswegs, dass "Grütze" seinen Vereinskameraden nach dem erfolgreich gestalteten Kreisligaspiel der "Kirschen"-Reserve gegen Bavenstedt II ansprach, um Zollner die neue Aufgabe in der ihm eigenen Art schmackhaft zu machen. Offensichtlich mit Erfolg, denn der Umworbene gab nach nur kurzer Überlegung sein "Ja-Wort". Der neue Posten bei den Herren übe für ihn schon "einen gewissen Reiz" aus und so habe er nicht widerstehen können, äußert er sich.

    "Das Herz jedes auflaufenden Spielers sollte für Neuhof schlagen"

    Ein Vorteil des künftigen Coach auch ohne eigene Trainer-Erfahrung bei den Herren: Er kennt bereits zahlreiche Fußballer aus seiner elfjährigen Zeit als engagierter Jugendtrainer. Generell ist der künftige Herren-Trainer der Meinung, dass der eigene talentierte Nachwuchs den Unterbau für die Herrenmannschaften bilden sollte und nicht unbedingt Spieler aus anderen Vereinen nach Neuhof geholt werden sollten. "Wir haben hier bei uns genug Talente, die gezielt aufgebaut und als wertvolle Verstärkung an den Herrenbereich herangeführt werden können." Und: "Wer für uns aufläuft, dessen Herz sollte auch für Neuhof schlagen."  

    Wo will er im Training Prioritäten setzen? "Ich lege schon viel Wert auf Variabilität, das Spielsystem und den einzelnen Spieler betreffend." Übersetzt heißt dies: "Spieler sollten auf mehreren Positionen ihre Leistung bringen können und auch unterschiedliche Spielsysteme verinnerlicht haben. Das macht es für den Gegner schwerer", so Zollner. "Fitness und Einsatzwillen" verstehen sich in seinen Augen von selbst.

    Wo möchte er zum Ende der Saison tabellarisch mit der II. Herren stehen? "Ein Platz im gesicherten Mittelfeld sollte schon das Ziel sein. Alles was weiter nach oben geht, ist ein Bonus und wird von uns gerne genommen." 

     

                                                                                                              Torsten Becker

     

    Titelfoto und Bildergalerie: T. Becker