U21-Bundestrainer bei der Gehörlosen-Meisterschaft

Kleinfeld-Fußballturnier auf dem Klingenberg / Erfolgreiche Kooperation GSV Hildesheim & BW Neuhof
Artikel vom 13. September 2026
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Neuhof. Sichtlich beeindruckt zeigte sich der U21-/U23-Bundestrainer der Deutschen Gehörlosenfußballer bei seinem Besuch anlässlich der Deutschen Gehörlosen-Kleinfeld-Meisterschaft auf der attraktiven Sportanlage der Blau-Weißen. "Hier kann das Fußballspielen wirklich Spaß machen", so der Goslarer Georg Schnieders mit Blick auf die eindrucksvolle Infrastruktur. Im Mai dieses Jahres hatte Schnieders vielbeachtet mit der U23-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Serbien Bronze geholt.
Bei seiner Arbeit mit den Gehörlosenfußballern spüre er immer wieder eine "totale Begeisterung" - bei den Aktiven, aber auch bei ihm selbst und bei seinem Staff. Schnieders, der in seiner aktiven Fußballzeit für die Sportfreunde Schwefingen und den SV Meppen auflief, sprach gegenüber dem "Kirschen"-Redakteur von einer "enorm hohen Disziplin beim Training und in den Spielen".
Für ihn zählt neben dem individuellen Talent und dem nötigen Einsatzwillen insbesondere ein "diszipliniertes Auftreten auf und neben dem Platz, schließlich vertreten sie bei den Spielen und Turnieren eine ganze Nation", macht der Bundestrainer unmissverständlich klar.
Schiris mit zusätzlichen Flaggen für visuelle Signale
Ganz große Unterschiede zwischen dem Gehörlosenfußball und dem klassischen Fußball gibt es zwar nicht, aber dennoch fallen, wie auch bei diesem Kleinfeldturnier mit 26 Mannschaften aus dem gesamten Bundesgebiet, ein paar Besonderheiten auf: Die Schiedsrichter - von ihnen waren elf (Hörende sowie Gehörlose) auf den fünf Kleinfeldplätzen im Einsatz - nutzen zusätzlich Fahnen für visuelle Signale, damit ihre Entscheidungen für die Spieler besser wahrzunehmen sind. Die Kommunikation während des Spiels erfolgt unter den Aktiven in der Gebärdensprache.
Naturgemäß entsteht so auch eine "besondere Atmosphäre", was auch Schiedrichter Dietmar Macho vom TuS Heisede nur bestätigen kann. "Das ist schon anders. Es hat aber alles akkurat geklappt und die Spiele waren problemlos zu leiten", so Macho. Mal abgesehen von kleineren Nicklichkeiten ("Kennen wir ja schließlich auch vom klassischen Fußball") bescheinigt er den Gehörlosen ein durchweg "sehr faires Verhalten auf dem Platz".
Auch "Kirschen"-Vorsitzender Thorsten Schlusche kann Positives über das Großturnier auf der Neuhofer Sportanlage berichten, wo der Gehörlosen-Sportverein Hildesheim unter seinem Vorsitzenden Friedrich Steinbock für die Organisation verantwortlich zeichnete. "Wir von Blau-Weiß Neuhof haben die Sportstätten zur Verfügung gestellt und zusammen mit unserem Vereinswirt für das leibliche Wohl der Aktiven und Gäste gesorgt." Die Absprachen mit dem GSV Hildesheim hätten "prima geklappt" und auch die vielen Menschen auf der Anlage seien "sehr nett" gewesen.
"Unsere Anlage ist für größere sportliche Events bestens geeignet"
Schlusche: "Unsere Anlage hier oben auf dem Klingenberg hat wieder einmal gezeigt, dass sie für größere sportliche Events bestens geeignet ist. Und unsere ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer haben einmal mehr ihren Beitrag geleistet." Damit spielt er auch auf die überaus erfolgreiche Organisation des "DAHSC" mit Ü32-Mannschaften aus ganz Deutschland durch den Verein im Sommer 2024 an.
Abschließend die Sieger in den vier Altersklassen:
U15: Deutscher Meister GTSV Köln
U21: Deutscher Meister GSV Karlsruhe - im Übrigen der amtierende Deutsche Meister des Vorjahres auf Kleinfeld und ebenfalls auf Großfeld
Ü32: GTS Essen
Ü40: GSV Würzburg
Torsten Becker
Titelfoto: Der U21-Bundestrainer der Gehörlosenfußballer, Georg Schnieders (Goslar), schaute sich mit großem Interesse einige Spiele beim Kleinfeldturnier in Neuhof an.
Bildergalerie: Torsten Becker




