"Wir geben dem Verein ein Gesicht"  (11)

"Wir geben dem Verein ein Gesicht" (11)

22.06.2022

„Sympathikus“ mit ganz viel Ballgefühl

Neuhof. Er gehört zum Typus Mensch, der – ohne sich überhaupt zuvor geäußert zu haben – auf seinen Gegenüber stets sympathisch wirkt, der eine positive Ausstrahlung hat. Die Rede ist von André Heine (41), verheiratet, Vater eines 10-jährigen Sohnes und einer 8-jährigen Tochter, wohnhaft mit seiner Familie in Himmelsthür, seit der A-Jugend bei den “Kirschen“ - unterbrochen nur durch zwei jeweils einjährige fußballerische Engagements beim SV Bavenstedt. Aktuell kickt André regelmäßig in der Ü32 (Alt-Herren) bei den Blau-Weißen.

Das ist aber nicht der einzige Grund, warum der Autor der Portrait-Serie „Wir geben dem Verein ein Gesicht“ sich in der elften Auflage mit dem smarten Sportler, der beruflich als gelernter Einzelhandelskaufmann auch im Einzelhandel in Hildesheim unterwegs ist, beschäftigt. An ganz vielen Ecken hörte ich stets aufs Neue folgenden Satz: „Den André musst du einfach mal interviewen. Das ist einer von den ganz Guten!“

„Der André bringt für den Fußball alles mit“

Dann lassen wir doch einfach mal zwei „Kirschen“-Urgesteine zu Wort kommen, die André sehr gut kennen, seine Qualitäten mit dem runden Leder objektiv beurteilen können. Jugendabteilungsleiter „Grütze“: „Der André bringt im Grunde alles mit: Er ist laufstark, technisch versiert und spielt immer im Dienst der Mannschaft.“ Für Grütze ist der 41-Jährige ein „typischer 8er“, der nach hinten arbeitet, aber sehr wohl „auch vorne gefährlich ist“.

Weitere lobende Worte kommen vom Sponsoring-Beauftragten „Schlu“: „Tolles Dribbling, viel Auge, hohe Geschwindigkeit und immer noch topfit.“

André übt sich diesbezüglich in Bescheidenheit und berichtet eher sachlich von seiner fußballerischen Karriere, die nicht etwa bei den Blau-Weißen, sondern vielmehr beim VfV Hildesheim in der B-Jugend ihren Anfang nahm. Als A-Jugendlicher habe er dann bei den „Kirschen“ angeheuert, ermuntert durch seinen damaligen VfV-Jugendtrainer Martin Schulz. In der Saison 1999 / 2000 schaffte er den Sprung in die I. Herren am Klingenberg.

„Wir sind hier wirklich eine große Kirschen-Familie“

Was hält ihn bei den “Kirschen“. Da braucht André nicht lange zu überlegen: „Wir sind hier oben wirklich eine große Kirschen-Familie.“ Es gebe einen „starken Zusammenhalt und ich habe hier bei den Blau-Weißen sehr viele enge Freundschaften geschlossen.“ Zweifelsohne eine ganz persönliche Liebesbekundung an die „Kirschen“.

Nicht verschweigen will der sympathische Fußballer sein „Fremdgehen“ beim SV Bavenstedt in den Jahren 2006 und 2009. Nicht zuletzt auch deshalb, weil  diese Stationen eine „große Herausforderung“ einerseits und auch eine Bestätigung seiner fußballerischen Klasse andererseits bedeuten. 2006 spielte Bavenstedt in der Niedersachsenliga und drei Jahre später gar in der Oberliga. André: „Um in der Oberliga überhaupt auf dem Platz zu stehen, musst du eigentlich immer einen guten Tag haben.“ Und den er hatte er offensichtlich. 2006, veröffentlichte die HAZ doch einen „sehr großen Bericht“ über ihn. „Ich habe wohl irgendwie bei dem Spiel besonders herausgestochen“, so sein Kommentar dazu.

Herausfordernde Stippvisite in der Oberliga beim SV Bavenstedt

Was sind die Highlights in seinem Fußballerleben am Klingenberg? Da fallen ihm insbesondere die beiden Aufstiege mit der I. Herren in die Fußball-Landesliga in den Jahren 2001 und 2013 ein. Nicht zu vergessen die jüngeren Erfolge mit der Ü32, die sich im Jahr 2016 den Niedersachsen-Meister-Titel holte und ein Jahr später gar Deutscher Vize-Meister wurde. „Das war schon der Hammer!“

Aber André Heine hat es nicht nur mit dem Fußball. Er ist der sprichwörtliche „Allrounder mit einem Ball“. Im Beachvolleyball hat er sich ebenso schon ausprobiert wie im Tischtennis und auch Tennis. Relativ frisch ist seine Leidenschaft für den Golf-Sport. Vor 2 Jahren holte er sich die „Platzreife“ in Gleidingen, zudem ist er Mitglied im Golfclub in Bad Salzdetfurth.

Was ist ihm das Wichtigste im Leben? Schnelle Antwort: „Natürlich meine Frau und meine beiden Kinder.“

Was kann er überhaupt nicht ab? „Arroganz. Lügen. Hinterlist.“

Hat er noch Reiseziele? „Oh ja, ich würde gerne mal über den ´Großen Teich´ in die Staaten, aber auch Südamerika reizt mich schon.“

Die schönsten Urlaube verbrachte André zusammen mit seiner Familie (Ehefrau Melanie sowie die Kinder Rafael und Sofia) in Spanien – unter anderem in Alicante, Andalusien und auch auf Mallorca. Die Affinität zur iberischen Halbinsel hat im Übrigen auch einen familiären Hintergrund, denn Melanie (Vater Spanier / Mutter Deutsche) hat ebendort noch eine „Riesenfamilie“.

André, du hast einen Wunsch frei. „Was, nur einen? Okay, ich möchte gerne alt werden und dabei gesund bleiben. Das gilt natürlich auch für meine Familie. Meine Kinder sollen vernünftig und in finanzieller Sicherheit aufwachsen. Das ist mir schon sehr wichtig.“

Sein fußballerisches Vorbild ist „Weltfußballer“ Lothar Matthäus

Gibt es ein fußballerisches Vorbild? André braucht nicht lange zu überlegen: „Na klar, Lothar Matthäus. Als einziger Deutscher ist er zum Weltfußballer gekürt worden.“ Er habe immer seine Spielweise bewundert – seine Schnelligkeit und auch sein technisches Können. Gibt es einen Lieblingsverein? „Eindeutig Bayern München.“

Sohnemann Rafael präferiert derweil einen anderen Fußballverein. Er ist absoluter Fan von Hannover 96 und bei den ausländischen Spitzenclubs setzt der Heine-Junior auf „Real Madrid“. Da schlägt sich vermutlich die spanische Herkunft von Mutter Melanie nieder.

Interessantes Detail am Rande: In unserer Serie „Wir geben dem Verein ein Gesicht“ steht Andrés Portrait an Position „11“. Kurios, denn bei den „Kirschen“ trägt er seit der I. Herren auch stets das Trikot mit der Nummer „11“.

                                                                                                                                      Torsten Becker 

 

Fotos: Torsten Becker

Bildergalerie (Foto rechts):
Papa und Sohnemann: André Heine mit seinem Sohn Rafael (10), der Torwart in der U11 bei den "Kirschen" ist. 

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